Alzheimer und Demenz können alle (be-)treffen

An diesem Samstag lädt die Altersfachkommission der Gemeinden Bottmingen und Oberwil zu einem interaktiven Theater mit dem Thema «Ich bin vergesslich – habe ich Alzheimer?» ein. Der Anlass findet von 14 bis 16.30 Uhr im Katholischen Pfarreiheim an der Kummelenstrasse 3 statt.

In der letzten BiBo-Ausgabe (Nummer 44) haben wir auf der Seite 22 (Leimental) auf diese Veranstaltung mit Chronik und Inserat aufmerksam gemacht. Demenz ist ein Thema, das bewegt – und alle (und damit sind auch jüngere Semester gemeint) treffen kann.

Die Krankheit Demenz ist in den letzten Jahren in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion gerückt. Doch oft ist nicht klar, was genau darunter zu verstehen ist. Unter einer Demenz wird der fortschreitende Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit verstanden. Demenz ist ein Oberbegriff für mehr als 50 (!) verschiedene Krankheitsformen. Die kann vielfältige Ursachen haben. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Demenzerkrankungen sind zwar nicht heilbar, sie können jedoch durch gezielte Therapien in ihrem Fortschreiten hinausgezögert werden. Eine dementielle Erkrankung beeinträchtigt sowohl das Gedächtnis wie auch das Denkvermögen, die Sprache, die Motorik und die Orientierung. Aber auch die Stimmung und die sozialen Fähigkeiten sind betroffen/tangiert. Medizinisch gesehen lassen sich die unterschiedlichen Formen der Demenz anhand ihrer Symptome mehr oder weniger deutlich voneinander abgrenzen (und unterscheiden). Meist wird die eine Demenz nach dem Grad der Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten (leicht, mittelschwer und schwer) unterschie den. Eine Demenz betrifft hauptsächlich Menschen im höheren Lebensalter. Dies bedeutet, dass Menschen mit Demenz über mehre Jahre ihre kognitiven Fähigkeiten nach und nach einbüssen. Hauptmerkmal sin die Einbussen im Bereich des Gedächtnisses. Die Merkfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses lässt zuerst nach. Dinge, die vor wenigen Stunden oder gar Minuten geschehen sind, können nicht mehr behalten und zugeordnet werden. Ereignisse, Geschehnisse und Themen, die Jahre oder sogar Jahrzehnte zurückliegen, bleiben meiste sehr lange im Langzeitgedächtnis präsent.

Übermorgen Samstag wird diese Thematik durch das Schauspiel-Ensemble «Hirntheater» (siehe Fotos) dargestellt. Dabei werden auch die Zuschauer miteinbezogen und Anmerkungen aus dem Publikum werden umgehend in die Darbietung integriert. Begleitet wird dieses interaktive Theater von Fach-Expertinnen der Alzheimervereinigung beider Basel und der Memory-Clinic am Felix Platter-Spital, Universitäre Altersmedizin Basel. Alle anwesenden Fachpersonen stehen auch anschliessend während dem Apéro für Fragen und mit Informationsmaterial zur Verfügung.

Georges Küng

Weitere Informationen
www.oberwil.ch und www.bottmingen.ch

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