Foto: zVg

Abschied vom Restaurant Grossmatt

Nun ist der Tag gekommen, an dem ich mich nach 28 Jahren Tätigkeit im Service vom Restaurant Grossmatt verabschiede. Ich möchte mit diesen Worten meinen Vorgesetzten Christine und Roger Hellinger meinen Dank aussprechen.

Ich begann 1991 für die Grossmutter Frau Hellinger als Kellnerin zu arbeiten. Von Roger und Christine wurde ich dann übernommen, was zum Glücksfall meines Lebens wurde. Es war für mich ein Glück und eine grosse Freude, für Vorgesetzte zu arbeiten, die so menschlich sind. Um einen dauerhaften und guten Service zu bieten, war der Zusammenhalt zwischen Vorgesetzten, Personal und Gästen eine wesentliche Voraussetzung.
Ich will auch Danke sagen für die gute Zusammenarbeit und ihre Grosszügigkeit mir gegenüber. Ich bin stolz darauf, in der Grossmatt für einen Chef gearbeitet zu haben, der beste, frische Produkte schätzt, die von den Bauernhöfen des Dorfes kommen. Wenn ich morgens zur Arbeit kam, war Roger bereits dabei, das Gemüse zu schälen, sodass die feinen Küchendüfte mir entgegen strömten. Die vertrauten Geräusche der unterschiedlichen Maschinen (Eismaschine, Wurstmaschine) werden mir fehlen. Immer darauf aus, das Beste für seine Kunden zu geben, dachte der Chef sich saisonale Menus aus, die bei allen Gästen Anklang fanden.
Wie wird mir der Klang der Therwiler Kirchenglocken fehlen, der meinem Tagesablauf Struktur gab. In den 28 Jahren habe ich etliche unserer guten Kunden gehen sehen, deren Erinnerung mit dem Stammtisch verbunden bleibt.
So wie ich auch in einer schwierigen Phase meines Lebens die moralische und liebevolle Unterstützung von Christine nicht vergessen werde, die mir Fotos und Neuigkeiten aus dem Restaurant sandte sowie Mut machende Worte meiner Gäste. Das hat mir bei meiner Genesung sehr geholfen. Sie war darüber hinaus eine vorbildliche Chefin, die in allem entspricht, was ein gutes Restaurant braucht.Ich schliesse auch Fabian und Tobias, die beiden Söhne meiner Vorgesetzten, in diesen Dank ein, die meine Laufbahn im Restaurant Grossmatt begleitet haben. Ich weiss die jungen Männer sehr zu schätzen, die zu freundlichen, bescheidenen und anständigen Menschen herangewachsen sind.
Und zuletzt will ich von ganzem Herzen meinem Stammtisch danken und meinen Gästen von nah und fern, die in meinem Herzen einen Platz bekommen haben. Die Arbeit im Restaurant hat mir Zugang gewährt zum reichen Gemeinschaftsleben von Therwil, in dem unser Restaurant einen zentralen Platz einnimmt. Die unverfälschte Seele dieses Dorfes und die lebendigen Feste haben meine Arbeit so interessant gemacht. Danke allen Gästen vom Vormittag, vom Mittag und vom Abend – sie haben mein berufliches Leben in der Grossmatt bei Christine und Roger zu einem erfüllten Leben gemacht. Ich gehe nun und will jetzt meinen Ruhestand geniessen. Zuerst werde ich mich ein wenig ausruhen, dann Projekte realisieren, die mir am Herzen liegen und ich werde Zeit mit meiner Familie und den Enkelkindern verbringen.

Ich danke auch meiner Übersetzerin, Lea Kreiselmeyer, aus dem Französischen ins Deutsche: Merci, Dankeschön!

Béatrice Hunsinger

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