Erlebnisbericht von den Therwiler Kinder-Waldtagen

In der ersten Schulferienwoche nahmen im Therwiler Wald insgesamt 27 Kinder an den Kinderwaldtagen der reformierten Kirchgemeinde Oberwil-Therwil-Ettingen teil.

In der letzten Ausgabe haben wir in einem kleinen «Anriss» (im Teil Regio) auf diesen Anlass aufmerksam gemacht. Heute publizieren wir einen Erlebnis­bericht, den Sara Srikongkherd und Elara Sotoudeh geschrieben haben und ihn uns zugestellt haben. Wir danken den beiden Leiterinnen hierfür bestens.
Die Waldtage waren wie immer voller Spass und Freude. Wir begrüssten alle Kinder herzlich und machten ein Spiel als gemeinsamen Einstieg. Dann ging es los! Wir standen in Zweierketten ein und konnten es kaum erwarten, dem Wald zu begegnen. Am Waldrand angekommen, begrüssten wir den Wald herzlich mit einem Lied – und lernten dazu alle Waldregeln kennen.
Als wir am Waldsofa ankamen, hatte das Küchenteam uns ein tolles Znüni hergezaubert. Es gab verschiedenes Gemüse und leckere Dipsaucen dazu. Danach konnten die Kinder frei spielen. Wir spielten gemeinsam «Schittli um» – anschliessend erkundigten wir gemeinsam den Wald. Als wir mit Spielen beschäftigt waren, hörten wir das Brummen des Autos und wussten, dass es Mittagessen gab. Das Mittagessen war lecker. Die Kinder durften auch ganz tolle Geschichten hören, welche die Leiter vortrugen. Passend zur Geschichte «Sara lacht» haben wir einen grossen Stern mit Stöcken gelegt. Wir haben zusammen viel Musik gespielt und die Kinder konnten mit Trommeln und Rasseln die Musik begleiten. Als es dann wieder Zeit wurde, in die Zweierkette einzustehen und nach Hause zu gehen, freuten wir uns umso mehr, am nächsten Tag wieder hierherzukommen.
Am nächsten Tag ging die Geschichte von Sara und Abraham weiter. Die Kinder bauten aus Ästen und Stöcken eine kleine Waldhütte und bastelten später hübsche Sterne. Manche falteten sie aus Papier, dass selbst ein Meister des Origami anerkennend gepfiffen hätte; andere bemalten Sterne aus Holz in bunten Farben. Im Hintergrund, vermischt mit den Lauten des Waldes, dem Zwitschern der Vögel und den Geräuschen der spielenden Kinder, klang mehr oder weniger rhythmisches Trommeln, wenn eine kleine Gruppe sich zum Singen versammelte. Wenn sie nicht «Laudato si» sangen, dann «s’Zundhölzli» von Mani Matter.
Während die Leiter am dritten Tag bereits etwas müder waren, erreichte die Energie der Kinder ihr Höchstlevel. Zwei Gruppen spielten parallel zueinander «Schittli um» und «15, 14». Als es Zeit wurde, aufzuräumen, zeigte sich, dass die Kinder während der drei Tage sehr respektvoll und umsichtig mit dem Wald umgegangen waren, denn es gab fast keinen Müll aufzusammeln.
Zum krönenden Abschluss wurde noch eine Schnitzeljagd veranstaltet, angeleitet vom Igelchen Ferdinand. Doch gerade dann, als die Kinder den Schatz gerade erst gefunden hatten und sich siegreich wähnten, tauchte aus dem Unterholz ein Schlitzohr von einem Räuber auf und schnappte ihn ihnen einfach weg! Nach einer kurzen Verfolgungsjagd musste der Räuber sich aber geschlagen geben und verteilte den Schatz gerecht unter den Kindern und den anderen ­Leitern.

BiBo dankt Pfarrerin Lea Meier für die Koordination und Vermittlung, den beiden Leiterinnen Elara und Sara für den feinfühligen Bericht und den Kindern und Jugendlichen dafür, dass sie eine unvergessliche Woche im Wald erleben durften. Es zeigt sich, dass man in den Sommerferien nicht unbedingt Tausende von Kilometern fahren respektive fliegen muss, um vermeintliche «Action» zu haben. Die Natur, und vor allem der Wald, werden es verdanken (siehe auch unsere Frontchronik dazu).

Georges Küng

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