Blumen sagen oft mehr als 1000 Worte …

Nachdem die vorletzte Ausgabe im Fokus von Interviews (in allen vier BiBo-Trägergemeinden) stand und die letzte Nummer «etwas politisch» (1.-August-Feier) daherkam, widmen wir der Natur in dieser aktuellen Nummer 28 unsere volle Aufmerksamkeit zu.

Bottmingen ist eine dynamische, elanvolle und moderne Gemeinde mit 6700 Einwohnern, die nicht nur den niedrigsten Steuerfuss im Kanton Basel-Landschaft hat, sondern auch über eine sehr hohe Lebensqualität verfügt. «Bottmige» ist eine Agglomerationsgemeinde, denn die Grossstadt (Basel) ist in wenigen Minuten mit dem «Bähnli» erreichbar.
Es gibt Ortschaften, die kaum noch über Grünflächen verfügen und viele Kinder kennen – leider – den Wald nur vom Hörensagen. Das ist in Bottmingen nicht der Fall. Stimmen die erhaltenen Angaben, so sind von den 299 Hektaren Fläche, die zu Bottmingen gehören, doch 19 Prozent Wald, während 28 Prozent Landwirtschaftsgebiet sind.
Nicht nur Einheimische wissen, dass das Bruderholz-Gebiet grösstenteils eine intakte Naturlandschaft ist; aber auch auf der anderen Talseite, im Bertschenacker, ist man schnell im «Grünen». Und bei allem Städtischen, das Bottmingen prägt, hat man nie das Gefühl, in einer Betonwüste zu wohnen.
Die Familie Evelyne und Samuel Mathis – Saladin ist ein Begriff. Ist es vermessen zu behaupten, dass «die Mathis» mit ihren Landwirtschaftsbetrieben seit Generationen das Dorfbild mitprägen? Tatsache ist, dass Evelyne und «Sämi» (auch im TV Bottmingen äusserst aktiv und engagiert) seit Januar 2019 die Blumenfelder auf dem Bruderholz, beim Wasserturm, führen. BiBo hat – kurz – darüber berichtet. Neu dazu gekommen sind nun auch die wunderschönen Blumenfelder im Ortskern, an der Therwilerstrasse. Seit den letzten Wochen kann man jeweils freitags frisch gebundene Sträusse verkaufen (wir berichteten in der letzten Ausgabe kurz).
Und verschmitzt erklärt Samuel Mathis: «Wir dachten uns, dass viele Männer weder das Flair noch die Fähigkeit besitzen, einen Blumenstrauss zu binden. Wenn nun diese Männer nach der Arbeit, oft gestresst, vom Feierabendverkehr heimfahren, haben sie selten Lust und Musse, auf dem Blumenfeld nach Blumen zu suchen und diese ihren Liebsten nach Hause zu bringen. Und just aus diesem Grund kann ab sofort aufs Wochenende Sträusse an der Therwilerstrasse, beim BWH ‹Am Birsig›, kaufen», so Herr Mathis.
In dieser Ausgabe haben wir den Frontartikel dem Wald (Natur generell, und somit auch den Blumen) gewidmet. Und auf der Seite 11 haben wir eine Chronik publiziert, die alle zum Nachdenken – und Handeln – anregen sollte. Es geht um die Folgen der Trockenheit 2018 und deren (Folge-)Schäden an den Baselbieter Wäldern (siehe auch unser Beitrag im redaktionellen Teil von Therwil zu den Kinder-Waldtagen der OTE). Bedenken Sie, dass Wald und Blumen nur gedeihen können, wenn die Gattung Mensch mehr Achtung, Respekt und vor allem Sorge zur Natur und Umwelt beiträgt.
Und den Männern steht es gut an, wenn sie manchmal weniger reden, sondern Blumen sprechen lassen… Wir wünschen allen erholsame, sonnige und naturverbundene Sommerferien!

Georges Küng

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