Hösch, im Dorfmuseum isch grossi Wösch!

An diesem Sonntag, den 10. November, öffnet das Dorfmuseum von 14 bis 17 Uhr seine Türen, um eine Ausstellung zu präsentieren, die, wenn sie eine ganz andere Zeit zeigt, ein muss für jedermann/frau ist.

pd/kü. Wir haben von Lutz Eichenberger einen Text erhalten, den wir gerne publizieren. Und der alles sagt, sodass BiBo bloss anmerkt: Man trifft sich sonntags im Dorfmuseum im Ortskern!
Was früher einmal ein kleiner Stall für zwei, drei Kühe und ein Pferd war, danach lange Zeit als Werkstatt und Abstellraum des Museums ein Leben im Hintergrund fristete, ist nun ein kleines Bijou! Ob man es nun ‘Waschküche’ oder ‹Buchhuus› nennen will, spielt keine wesentliche Rolle. Aus der Zeit von etwa 1900 bis 1950 sind im frisch renovierten Raum im hinteren Teil des Museums all jene Dinge ausgestellt, die den Frauen an Waschtagen in früheren Zeiten zur Verfügung standen: Waschkörbe samt Haspeln mit Wäscheleinen und ‹Holzklämmerli›, ein kupferner ‹Wäschhaafe›, Waschzuber, Wäschstampfer, Waschbretter, Wäschezangen und Wasserschöpfer, Waschbretter, eine wasserbetriebene Schwingmaschine, Seifenblöcke, alte Waschmittelpackungen, Bügeleisen und anderes mehr – alles aus alten Bottminger Beständen zusammengetragen und nun in der permanenten Ausstellung präsentiert.
Für die Besucherinnen (und Besucher!) liegt eine informative Broschüre auf, die in das Wäsche-Waschen früherer Zeiten einführt. Insbesondere von Interesse dürfte sein, wie sich durch den technologischen Wandel der letzten 150 Jahre (von der Handwäsche bis zum heutigen, computergesteuerten Trommelwaschautomat mit Tumbler) Rolle, Arbeitsaufwand und Bild der Frau verändert haben. Was früher für die Hausfrauen nur mit Rückenschmerzen und ausgelaugten Händen erarbeitet werden konnte, lässt sich heute per Knopfdruck erledigen – und das selbst für eingefleischte Junggesellen …

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